BESSY lernen · TS „Nobile"

Glossar

Fachbegriffe aus den Lerneinheiten, kurz erklärt. In den Einheiten sind diese Begriffe gepunktet unterstrichen und lassen sich dort direkt antippen.

Begriffe aus dem BESSY

Diese Begriffe definiert das Betriebssicherheitshandbuch selbst; die Erklärungen folgen der jeweils angegebenen Stelle.

Besatzung Teil I Kap. 1.2
Alle auf dem Schiff befindlichen Personen, inklusive der Stammbesatzung.
Betreiber Teil I Kap. 1.2
Die Organisation, die die Verfügungsgewalt über die Betriebsführung des Schiffes hat: der Förderverein alter Traditionssegler e.V.
Decksleute Teil I Kap. 3.2.3.3
Unterstützen als Teil der Stammcrew die Toppsgasten bei der Durchführung sämtlicher Manöver und übernehmen Aufgaben in den Notrollen. Leiten im normalen Schiffsbetrieb Backschaften und organisieren das Reinschiff.
Durchführungsbeauftragter Teil I Kap. 1.2
Verantwortlicher Ansprechpartner in Bezug auf das Betriebssicherheitssystem.
Eigner Teil I Kap. 1.2
Der Eigentümer des TS „Nobile": die Stadt Wolgast.
ISM-Code Teil I Kap. 1.2
Der von der IMO (International Maritime Organisation) festgelegte International Safety Management Code.
Maschinist Teil I Kap. 3.2.3.1
Zuständig für den sicheren und zuverlässigen Betrieb aller Maschinen und Anlagen (u. a. Hauptmaschine, Generator, Lenz- und Feuerlöschpumpe, Gasanlage, Ruderanlage) sowie für deren Wartung und Instandhaltung.
Notrolle Teil I Kap. 6.4
Feste Aufgabenverteilung der Stammcrew für die Notfälle Notsegelbergen, Feuer an Bord, Person über Bord und Verlassen des Schiffes. Die Einteilung der Notrollen ist Teil der Stammcrewbesprechung vor jedem Törn.
Overriding Authority Teil I Kap. 3.1
Übergeordnete Autorität des Schiffsführers: Er hat zu jeder Zeit die alleinige Zuständigkeit und Entscheidungsbefugnis für sämtliche Maßnahmen hinsichtlich Schiffssicherheit und Meeresumweltschutz. Wenn es die Umstände erfordern, kann und muss er dabei auch in Nichtübereinstimmung mit geltenden Regeln und Vorschriften entscheiden und handeln.
Schiffsführer Teil I Kap. 3.2.2.1
Zuständig für die nautische Leitung und den Schiffsbetrieb während einer Reise. Hat die höchste Befehlsgewalt und Zuständigkeit für sämtliche Maßnahmen hinsichtlich Schiffssicherheit, Gefahrenabwehr und Verhütung der Meeresverschmutzung.
SMS Teil I Kap. 1.2
Safety Management System oder Betriebssicherheitssystem: die Gesamtheit aller im Handbuch beschriebenen Maßnahmen, Dokumentationen und Abläufe, die darauf abzielen, die Sicherheit an Bord und den Schutz der Umwelt zu gewährleisten und, wo nötig, zu verbessern.
Stammbesatzung Teil I Kap. 1.2
Die mit der Handhabung des Schiffes vertraute Besatzung, inklusive vorgeschriebener Regelbesatzung und der Schiffsleute.
Steuermann Teil I Kap. 3.2.3
Unterstützt und vertritt den Schiffsführer in nautischen Belangen, überwacht und unterstützt bei geplanten Arbeiten und Kontrollen und meldet Besonderheiten, Zwischenfälle und Unfälle dem Schiffsführer.
Toppsgast Teil I Kap. 3.2.3.2
Leitet den Betrieb an Deck nach Weisung des Schiffsführers. Alle Decksleute und sonstige Besatzung sind dem Toppsgasten in den Manövern unterstellt. Zuständig für die Ausbildung der Decksleute.
Unfall Teil I Kap. 1.2
Ein Vorfall, der von der normalen Betriebssituation abweicht und bei dem Personen, Material oder die Meeresumwelt zu Schaden kommen.
Zwischenfall Teil I Kap. 1.2
Ein Vorfall, der von der normalen Betriebssituation abweicht und der - weil er eine potenzielle Gefährdung der Sicherheit, der Gesundheit oder der Umwelt darstellt - Anlass für eine Anpassung der Betriebsabläufe, des Schiffes oder seiner Ausrüstung sein kann.

Allgemeine Seemannssprache

Diese Begriffe verwendet das BESSY, ohne sie zu erklären. Die Erklärungen sind allgemeine Seemannssprache und nicht Teil des Handbuchs.

Ankerspill
Winde zum Setzen und Einholen des Ankers.
aufentern
In die Takelage (das Rigg) hinaufklettern.
Backbord
Die linke Seite des Schiffes, in Fahrtrichtung gesehen.
Backschaft
Der Küchendienst an Bord: Essen ausgeben, aufklaren und abwaschen.
Bilge
Der unterste Raum im Schiffsrumpf, in dem sich eingedrungenes Wasser und Kondenswasser sammeln.
Bulle
Tau (Bullenstander), das den Großbaum nach vorn abspannt und so ein unbeabsichtigtes Umschlagen des Baums verhindert.
Dirk
Tau vom Mast zum äußeren Ende des Baums, das den Baum hält, wenn das Segel nicht gesetzt ist. Die Leedirk ist die Dirk auf der windabgewandten Seite.
EPIRB
Emergency Position Indicating Radio Beacon: Seenotfunkbake, die im Notfall die Schiffsposition automatisch an den Such- und Rettungsdienst funkt.
fieren
Ein Tau kontrolliert nachlassen, sodass sich Segel oder Last langsam senken.
Fock
Das innere Vorsegel, gefahren am Vorstag.
Gaffel
Rundholz, an dem die Oberkante des Großsegels angeschlagen ist - typisch für Traditionssegler mit Gaffeltakelung.
Jolltau
Tau mit Talje am Mast, mit dem Lasten oder Personen gehoben werden, etwa beim Rettungsmanöver.
Klaufall
Tau (Fall), mit dem das mastseitige Ende der Gaffel - die Klau - gesetzt und gefiert wird.
Klüver
Vorsegel, das am Klüverbaum gefahren wird.
Klüverbaum
Spiere, die über den Bug hinausragt und an der der Klüver gefahren wird.
laufendes Gut
Alle beweglichen Taue an Bord, mit denen Segel und Spieren bedient werden, z. B. Fallen und Schoten.
Lee
Die dem Wind abgewandte Seite.
Lenzpumpe
Pumpe, mit der eingedrungenes Wasser aus der Bilge nach außenbords gefördert (gelenzt) wird.
Luv
Die dem Wind zugewandte Seite.
MOB
Mann über Bord: Notfall, bei dem eine Person ins Wasser gefallen ist - zugleich Bezeichnung des zugehörigen Manövers und der MOB-Taste an Funk- und Navigationsgeräten.
Nagelbank
Leiste mit Belegnägeln am Mast oder an der Reling, auf der Fallen und andere Taue belegt (festgemacht) werden.
Niedergang
Treppe oder Leiter, die von Deck nach unter Deck führt.
Piekfall
Tau (Fall), mit dem das äußere, obere Ende der Gaffel - die Piek - gesetzt und gefiert wird.
Rack
Bewegliche Verbindung, die Gaffel oder Baum am Mast führt.
Reinschiff
Gemeinsames Aufklaren und Reinigen des Schiffes.
Rigg
Die gesamte Takelage des Schiffes: Masten, Spieren, stehendes und laufendes Gut.
Schot
Tau, mit dem der Winkel eines Segels zum Wind eingestellt wird.
Seeventil
Absperrbares Ventil an einer Rumpföffnung unterhalb der Wasserlinie.
stehendes Gut
Die feste Verstagung des Riggs, die den Mast hält: Wanten und Stagen.
Steuerbord
Die rechte Seite des Schiffes, in Fahrtrichtung gesehen.
Strecktau
Bei starkem Wind und Seegang über Deck gespanntes Sicherungstau, in das sich die Besatzung mit dem Sicherheitsgeschirr einpickt.
Törn
Eine Reise oder ein Fahrtabschnitt mit dem Schiff.
Vorpiek
Stauraum ganz vorn im Schiffsrumpf.
Wachführer
Das Mitglied der Schiffsführung, das die laufende Wache leitet und z. B. das Aufentern ins Rigg erlauben muss.
Wanten
Seitliche Halteseile des Mastes, Teil des stehenden Guts.
Webeleinen
Quer zwischen die Wanten geknüpfte Tritte, über die ins Rigg aufgeentert wird.
zbV
Zur besonderen Verwendung: in der Notrolle eine Person ohne feste Einzelaufgabe, die dort unterstützt, wo sie gebraucht wird.