Trinkwasser (Kap. 5.12.1): Gebunkert wird mit C-Schlauch oder Gardenaschlauch – wichtig: nur ausgewiesene Trinkwasserschläuche verwenden und vor dem Bunkern ausgiebig spülen (ca. 5 Minuten Frischwasser durchlaufen lassen). Ablauf:
- Benötigte Trinkwassermenge mit Hilfe des Barometers abschätzen.
- Schieber an der Oberseite des zu befüllenden Tanks öffnen, den anderen schließen; der Bypass zwischen den Tanks unterhalb des Gitters muss geschlossen sein.
- Entsprechende Menge Certisil pro Tank in den Einfüllstutzen geben.
- Über den Einfüllstutzen bunkern, bis am Entlüfter Wasser überläuft – keine Verunreinigungen in den Tank gelangen lassen.
- Für den anderen Tank wiederholen, anschließend die Schläuche gut trocknen und ordentlich verstauen.
Trinkwasserhygiene: beide Tanks abwechselnd benutzen, das Warmwassersystem mindestens einmal wöchentlich auf über 60 °C heizen, einmal jährlich (i. d. R. vor Saisonbeginn) eine Trinkwasser-Untersuchung durchführen.
Diesel (Kap. 5.12.2): Vor dem Bunkern wird eine verantwortliche Person benannt, die mit dem DK-Bunkersystem, den Sicherheitsvorkehrungen und dem Ablauf vertraut ist. Weitere Maßnahmen:
- Krängung des Schiffes minimieren, z. B. mit Hilfe der Wassertanks – bei Krängung nach Die rechte Seite des Schiffes, in Fahrtrichtung gesehen. Allgemeine Seemannssprache – nicht Teil des BESSY lässt sich der Die linke Seite des Schiffes, in Fahrtrichtung gesehen. Allgemeine Seemannssprache – nicht Teil des BESSY-Tank nur sehr langsam füllen.
- Erforderliche Mengen pro Tank ermitteln (Bestellmenge definieren, Überlaufen verhindern).
- Speigatten mit Putzlappen zustopfen; um Bunkerstutzen und Luftrohrkopf ringförmig Putzlappen auslegen und saugfähiges Material bereithalten – eventuell austretender Kraftstoff bleibt so an Bord.
- Verbindung Schlauch–Füllstutzen kontrollieren.
- Zwei Personen kümmern sich nur um das Bunkern: eine im Maschinenraum zur laufenden Kontrolle der Füllstände, eine an Deck an der Zapfpistole. Kommunikation sichern zwischen Tankanzeige und Füllstutzen sowie Füllstutzen und Pumpe am Tankfahrzeug.
- Ausschließlich versteuerten „weißen" Dieselkraftstoff annehmen.
- Nur einen Tank zur Zeit befüllen: zuerst den Backbord-Tank (Steuerbordtank-Füllventil fest zudrehen), mit klarer Mengenangabe an den Bunkerschiffsführer; danach auf den Steuerbordtank umschalten und wieder die benötigte Menge klar angeben.
- Nach dem Bunkern auf Leckagen im Maschinenraum und an Deck kontrollieren und prüfen, ob Stutzen und Tank-Ventile ordentlich zu sind.