Der Verschlusszustand dient im Wesentlichen zwei Zielen:
- im Brandfall die Sauerstoffzufuhr eindämmen,
- bei schwerer See das Eindringen von Wasser verhindern.
Bei schwerem Wetter ist es wichtig, dass alles fest verschlossen wird, z. B. die Skylights verriegelt werden – außer die Notausstiege.
Die Prüfliste Verschlusszustand geht durch das Schiff:
- Stauraum ganz vorn im Schiffsrumpf. Allgemeine Seemannssprache – nicht Teil des BESSY: Fallrohr der Ankerkette verstopfen, Steckschott einsetzen und Klappluk schließen, Schwanenhalslüfter Bb und Stb zudrehen.
- Messe und Kammern: Schwanenhalslüfter der Nasszellen zudrehen, Speigatten der Nasszellen und der Spüle (via Gemüselast zugänglich) verschließen, alle Skylights schließen (4 Messe, 4 Kammern) – Notausstiege nicht verriegeln. Doradelüfter (Windhutzen) für die Kammern gegen den Uhrzeigersinn zudrehen, Messeniedergangstüren schließen, Schiebeluk zuziehen und verriegeln.
- Maschinenraum: Notausstiegsluk zuklappen – nicht verriegeln! Schott zur Navi verschließen. Die Maschinenraumlüfter werden nur auf ausdrückliche Anweisung des Schiffsführers verschlossen (Hebel senkrecht) – damit wird der Maschine die Verbrennungsluft entzogen.
- Navi: Skylights schließen (2 Navi Bb, 1 Navi Stb, 1 Nasszelle, 1 Kammern), den Notausstieg aus den Kammern nicht verriegeln. In Absprache mit dem Zuständig für die nautische Leitung und den Schiffsbetrieb während einer Reise. Hat die höchste Befehlsgewalt und Zuständigkeit für sämtliche Maßnahmen hinsichtlich Schiffssicherheit, Gefahrenabwehr und Verhütung der Meeresverschmutzung. Teil I Kap. 3.2.2.1 Steckschott einsetzen und Schiebeluk zuziehen.
Ergänzend enthält das Handbuch einen Verschlussplan (Kap. 5.7.1).
