BESSY lernen · TS „Nobile"

Medizinischer Notfall

Quelle:

Betriebssicherheitshandbuch v4.3

Teil I Kap. 6.11

Seite 47–48

· ~3 min

Jede Erkrankung bzw. Verletzung ist grundsätzlich einem Stammcrewmitglied zu melden, das die Meldung an die Schiffsführung weitergibt. Das Vorgehen erfolgt in Abstimmung des Schiffsführers mit dem medizinisch Verantwortlichen, ggf. unter Einbeziehung externer Hilfskanäle.

Bei der Rettung aus Gefahrenzonen gilt der Grundsatz, erst die eigene Sicherheit (des Rettenden) sicherzustellen – etwa bei Räumen mit Rauch, Feuer oder Gasen oder Zonen mit schlagendem Tauwerk oder Blöcken.

Für die Rettung steht ein Rettungstuch zur Verfügung. Die Bordapotheke ( achtern neben dem Apothekenschrank) enthält verschiedene Immobilisationshilfsmittel wie Aluminiumschienen und eine Halswirbelsäulen-Immobilisationsstütze.

Das gesamte Fahrtgebiet der Ostsee ist durch SAR-Schiffe und -Hubschrauber abgedeckt. Über TMAS-Cuxhaven gibt es professionelle Entscheidungshilfe in medizinischen Notfällen (Telefon, E-Mail oder UKW-Funk Kanal 16, Bremen Rescue).

Standardablauf medizinischer Notfall
  1. 1 Verletzten/Erkrankten an einen geeigneten Ort verbringen.
  2. 2 Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen.
  3. 3 Notwendigkeit einer Seenotfallalarmierung oder eines Medico-Gesprächs prüfen; Anweisungen des Funkarztes ausführen.
  4. 4 Situation beurteilen und über Evakuierung oder Änderung des Reiseverlaufs entscheiden.
  5. 5 Besatzung über die Situation und den weiteren Reiseverlauf informieren.
  6. 6 An Bord erworbene Verletzungen im Logbuch dokumentieren; ggf. Unfallbericht erstellen.