Wer die Person im Wasser bemerkt, ruft sofort und mehrfach laut „Person über Bord" und überzeugt sich, dass andere den Ruf bemerken und weitergeben. Dieselbe Person wirft einen in der Nähe befindlichen Rettungsring und lässt die Person im Wasser nicht aus dem Auge, bis weitere Besatzungsmitglieder zur Unterstützung eintreffen.
Signal:
- Lautes Ausrufen „Mann über Bord" oder „Person über Bord"
- Mann über Bord: Notfall, bei dem eine Person ins Wasser gefallen ist - zugleich Bezeichnung des zugehörigen Manövers und der MOB-Taste an Funk- und Navigationsgeräten. Allgemeine Seemannssprache – nicht Teil des BESSY – – –
- oder Generalalarm ⋅ ⋅ ⋅ ⋅ ⋅ ⋅ ⋅ — oder Dauerläuten der Glocke
Für die Rettung aus dem Wasser gilt: Der unterstützende Einsatz des Dinghis empfiehlt sich, sofern die Bedingungen es erlauben – Priorität hat aber auch, keine zusätzlichen Crewmitglieder zu gefährden. Alle an der Übernahme Beteiligten tragen eine selbstaufblasbare Rettungsweste und sichern sich ggf. mit einer Lifeline. Niemand begibt sich ohne Sicherung und ohne Überlebensanzug zu der Person ins Wasser!
Eine Person, die längere Zeit bewegungslos im Wasser war und stark unterkühlt ist, sollte nach Möglichkeit waagerecht aus dem Wasser gehoben werden. Zum Aufnehmen an Bord dient das Rettungsnetz, das am achterlichen Treppe oder Leiter, die von Deck nach unter Deck führt. Allgemeine Seemannssprache – nicht Teil des BESSY gestaut ist.
