Das schnelle Bergen der Segel kann u. a. bei gefährlicher Windzunahme (weiße Böe) sowie bei einer POB-Situation oder anderen Seenotfällen notwendig werden. In den Feste Aufgabenverteilung der Stammcrew für die Notfälle Notsegelbergen, Feuer an Bord, Person über Bord und Verlassen des Schiffes. Die Einteilung der Notrollen ist Teil der Stammcrewbesprechung vor jedem Törn. Teil I Kap. 6.4 leitet der Leitet den Betrieb an Deck nach Weisung des Schiffsführers. Alle Decksleute und sonstige Besatzung sind dem Toppsgasten in den Manövern unterstellt. Zuständig für die Ausbildung der Decksleute. Teil I Kap. 3.2.3.2 das Segelmanöver.
Für das Manöver soll die Maschine zur Hilfe genommen werden. Dabei ist darauf zu achten, dass im Wasser treibende Leinen nicht in die Schraube geraten. Entsprechend der Begleitumstände kann auf Anweisung der Schiffsführung das Bergen des Großsegels vor allen anderen Segeln erfolgen.
Aufteilung der Alle auf dem Schiff befindlichen Personen, inklusive der Stammbesatzung. Teil I Kap. 1.2:
- 1 Rudergänger
- 4 Personen Vorsegel (eine Deckshand und drei weitere Besatzungsmitglieder)
- 4 Personen Piek- und Tau (Fall), mit dem das mastseitige Ende der Gaffel - die Klau - gesetzt und gefiert wird. Allgemeine Seemannssprache – nicht Teil des BESSY (zwei Deckshands und zwei weitere Besatzungsmitglieder)
- 2 Personen Tau vom Mast zum äußeren Ende des Baums, das den Baum hält, wenn das Segel nicht gesetzt ist. Die Leedirk ist die Dirk auf der windabgewandten Seite. Allgemeine Seemannssprache – nicht Teil des BESSY
- 1 Person Tau (Bullenstander), das den Großbaum nach vorn abspannt und so ein unbeabsichtigtes Umschlagen des Baums verhindert. Allgemeine Seemannssprache – nicht Teil des BESSY
- 2 Personen Bullenkalb
- Die übrige Mannschaft assistiert nach Anweisung
Das Manöver wird bei jedem Ausbildungstörn geübt und vor jedem normalen Eine Reise oder ein Fahrtabschnitt mit dem Schiff. Allgemeine Seemannssprache – nicht Teil des BESSY besprochen.