Ziel des Kapitels ist es, Grundsätze und einen Vorschlag für einen Ablauf zur Rettung verunfallter bzw. kletterunfähiger Personen aus dem Die gesamte Takelage des Schiffes: Masten, Spieren, stehendes und laufendes Gut. Allgemeine Seemannssprache – nicht Teil des BESSY zu definieren. Gründe können Verletzungen, die das selbständige Klettern verhindern, Ohnmacht oder Blockierungen infolge von Panik sein. Die zu rettende Person wird als RP bezeichnet.
Die Anleitung ist als Lernhilfe und Gedankenstütze zu sehen und kann kein Training ersetzen. Bei unsachgemäßer Umsetzung kann es zu schweren Verletzungen für RP und Retter kommen. Ein Standardablauf ist wegen der Besonderheiten von Höhe, möglicher Mitarbeit und Möglichkeiten der Retter nicht zielführend — der beschriebene Ablauf muss den Umständen entsprechend modifiziert werden.
Wichtige Punkte:
- Bei Verletzten muss schnell und koordiniert gearbeitet werden. Bewusstlose Menschen dürfen nicht längere Zeit im Gurt hängen. Erste Hilfe muss evtl. vor dem eigentlichen Retten geleistet werden.
- Bei Panik und Blockierungen sollte man sich Zeit nehmen und sehr einfühlsam auf die RP eingehen, um sie vom selbständigen Herabklettern zu überzeugen. Eine RP mit Panik kann nicht ohne weiteres gerettet werden.
- Ist die RP bei Bewusstsein, ist es ratsam, sie in alle Abläufe einzubinden.
- Bei viel Wind kann es sinnvoll sein, sich mit Handfunkgeräten zu verständigen.
- Auch bei Alarmierung der Seenotrettung für externe Hilfe bringt die Rettung durch uns eine erhebliche Zeitersparnis.
Die Rettung erfolgt mit Hilfe des Jolltaus. An diesem wird die RP gemeinsam mit einem Retter abgefiert.